Kategorie-Archiv: Homecomputer

Atari ST als Macintosh-Emulator mit Spectre GCR

Spectre GCR ist ein Modul für den ROM Port des Atari ST. Es nimmt die Original-Macintosh ROMs auf und ermöglicht zusammen mit einem Steuerprogramm die Hardware-Emulation eines Apple Macintosh Rechners auf dem Atari.

Das Manual zum Spectre GCR hat eher den Charakter einer Unterhaltungsliteratur, was ein schnelles Nachschlagen unmöglich macht. Hier darum meine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten.

Anschluss der Hardware

  1. Modul an den ROM Port anschliessen
  2. Floppyanschluss herstellen:
    • nur interne Floppy: Den Anschluss für externe Floppy am Atari mittels Floppykabel mit dem GCR verbinden
    • externe Floppy: Floppy an den externen Anschluss des Atari anschliessen, den Ausgang der Floppy mittels Floppykabel mit dem GCR verbinden

Am Atari MegaSTE gibt es Timingprobleme beim Zugriff auf die Floppies; dort läuft der GCR möglicherweise nicht.

Betrieb

Start

  • spectre.prg von der Spectre-Programmdiskette starten
  • Speichergrösse einstellen (abhängig vom Speicher des ST) und Konfiguration speichern
  • „Spectre“ starten
  • Wenn das Diskettensymbol mit dem Fragezeichen erscheint, läuft das Modul korrekt.
  • Macintosh Finder Systemdisk einlegen (geht bis System 6, bei 1 MB ST RAM besser System 2).

Stop

  • Niemals aus dem Macintosh Finder heraus Special/Shutdown oder Restart verwenden!
  • Alle Disketten auswerfen mittels File/Eject

Diskettenwechsel

  • File/Eject für die Diskette oder Disk-Icon auf Papierkorb ziehen
  • Wenn der Laufwerksbuchstabe in Menüzeile blinkt (A: oder B:), dann kann Diskette entnommen werden
  • Neue Disk wird automatisch erkannt, sonst <F1> für A: oder <F2> für B:

Sondertasten

  • Apple Command = Atari <Ctrl>
  • Apple Option = Atari <Alternate>
  • <Shift><Undo> : Neustart im Macintosh Modus
  • <Shift><Help> : Neustart im Atari Modus

Atari: Janus Emulatorkarte installieren

Janus ist eine ISA Karte für den PC, die eine fast vollständige, hardwarebasierte Emulation eines Atari ST im PC erlaubt. Sie enthält einen 68000 Prozessor, eigenes RAM und TOS-Roms.

Die Installation ist jedoch nicht einfach. Das Manual zur Karte enthält wichtige Informationen nur verstreut. Deshalb habe ich hier diese Infos knapp zusammengestellt.

Installation

Mögliche Hardware-Inkompatibilitäten

  • Janus belegt die Portadressen 300 bis 301; diese dürfen von keiner anderen Karte belegt sein.
  • IRQ 10 oder 11 können benutzt werden.
  • Der ISA Bustakt muss 8 Mhz betragen.

BIOS des PC

  1. ISA Einstellungen:
    • ISA Shared Memory Size auf 64k
    • ISA Shared Memory Base Address=D000h
    • Shadow für diesen Bereich auf disabled stellen
  2. Weitere Einstellungen
    • PCI/ISA PNP Auto Configuration auf disabled
    • Hidden Refresh auf disabled
    • Fast/Slow Refresh auf slow

Bei weitem nicht alle BIOS Versionen erlauben diese Einstellungen. Man sollte sich also vorher im klaren werden, ob der ausgesuchte PC den Betrieb der Karte auch erlaubt.

Betriebssystem des PC

DOS Einstellungen
Sofern EMM386 verwendet wird: EMM386.EXE x=D000-DFFF um den ISA Shared Memory Bereich auszublenden.

Betrieb

Aufruf des Programms janus.exe

janus.exe modus=auflösung optionenbr>

  • modus
    • v für 16-Farbmodus
    • v8 für 256-Farbmodus
    • vh für High-Color-Modus (65.536 Farben)
    • vt für True-Color-Modus (16,7 Millionen Farben)
  • Werte für auflösung:
    • 1 = 640×400
    • 2 = 640 x 480
    • 3 = 800 x 600
    • 4 = 1024 x 768
    • 5 = 1280 x 800
    • 6 = 1280 x1024
  • Sonderfall Monochrom: v=hx für Monochrom-Modus (schwarz/weiß-Modus)
  • Optionen:
    • na=Suche nach Grafikbeschleuniger deaktivieren
    • mt=Speichertest aktivieren (normalerweise ist der deaktiviert)

Tests

Im Original-Treiberarchiv befindet sich ein Unterverzeichnis „test“ mit zwei Testprogrammen. pt.exe prüft die Kommunikation mit der Karte, die BIOS Einstellungen usw. Wenn hier Fehler angezeigt werden, wird die Karte im PC nicht funktionieren.

Atari Works, GDOS und NVDI

Eigentlich war nur geplant, ATARI Works mal eben zu installieren und auszuprobieren. Dies entpuppte sich als durchaus komplizierter als gedacht.

Programm beschaffen und installieren

AtariWorks ist als Archiv AtariWorks1.207.zip aus der Liste der essentiellen Atari Programme zu beziehen. Die ZIP Datei enthält drei .st Files; diese Dateien sind Abbilder der Original-Disketten.
Eigentlich sollten sich diese mit einem PC Laufwerk und unter Linux recht einfach auf DD-Disketten schreiben lassen. Hier ergab sich aber das erste Problem: Mein Diskettenlaufwerk scheint nicht hinreichend „RAW“ kompatibel zu sein, die erforderliche Formattierung liess sich nicht erzeugen. Umgekehrt war auch eine mit dem Acorn RiscPC erstellte Diskette nicht verwendbar, diese wurde nicht erkannt.
Mein Atari STE verfügt aber über ein HD-Laufwerk, DD Disketten sind also nicht zwangsläufig erforderlich. Das Umkopieren der Abbilder auf eine MSDOS formattierte Diskette unter Linux mit den MTools geht so:


mcopy -i name_des_abbilds.st -s ::/ a:

Dies kopiert alle Dateien aus dem Abbild auf die Diskette im Laufwerk. Dies muss für alle drei Abbilder wiederholt werden (also drei Disketten), weil das Installationsprogramm auf dem Atari die Disketten anhand einer Kenndatei abfragt.
Die Installation auf dem Atari STE geht dank Installationsprogramm unkompliziert.

GDOS Installation

Nach dem ersten Programmstart wurde allerdings ein fehlendes GDOS angemahnt, es liessen sich keine Schriftarten auswählen. Hier offenbarte sich ein Mangel meiner STE Installation, diese Funktionen waren tatsächlich nicht installiert.

Also fragte ich mich: Was ist GDOS eigentlich?

GDOS ist eine Softwarekomponente der grafischen Oberfläche (GEM) des Atari. Es nimmt Kommandos von einer anderen GEM Komponente, dem VDI (virtual device interface) entgegen und schickt diese an den passenden Devicetreiber, z.B. für die Bildschirmdarstellung oder einen Drucker. GDOS erlaubt z.B. die Verwendung unterschiedlicher Fonts und auch die Verwendung von jeweils für ein bestimmtes Device optimierter Fonts. Erst mit GDOS (oder einem der später erschienenen, funktional ähnlichen Nachfolgern) können verschiedene Schriften dargestellt werden. Allerdings ist GDOS nicht Bestandteil der System ROMs des Atari, sondern muss separat installiert werden.

GDOS selbst war im Internet nicht zu finden. Zwar existiert ein Image der Originaldiskette, dieses ist aber für die Verwendung in Emulatoren gedacht und läßt sich nicht auf echte Disks zurückschreiben. Glücklicherweise gibt es aber eine PD-Implementierung, nämlich AMCGDOS. Folgende Dateien sind also ersteinmal herunterzuladen:

Zur Installation sind folgende Schritte nötig:

  1. Datei AMCGDOS.PRG aus amcgdos.arc nach C:AUTO auspacken
  2. Ein Verzeichnis C:GEMSYS erstellen und die Datei gdosfnt1.lha dorthinein entpacken
  3. Eine Textdatei C:ASSIGN.SYS erstellen mit folgendem Inhalt:

    PATH=C:\GEMSYS
    ;
    01p SCREEN.SYS
    CHIC09.FNT
    CHIC12.FNT
    CHIC18.FNT
    ;
    02p SCREEN.SYS
    ;
    03p SCREEN.SYS
    ;
    04p SCREEN.SYS
    CHIC09.FNT
    CHIC12.FNT
    CHIC18.FNT
    ;
    21
    ;
    31r META.SYS

    Eine kurze Beschreibung des Dateiinhalts:

    • PATH gibt den Pfad zu den Schriften an
    • Alles hinter einem Semikolon ist ein Kommentar
    • Es gibt mehrere Sektionen:
      • 01p SCREEN.SYS: Gültig für alle Programme, die keine bestimmte Auflösung verlangen
      • 02p SCREEN.SYS: Gültig für alle Programme, die niedrige Farbauflösung verlangen
      • 03p SCREEN.SYS: Gültig für alle Programme, die mittlere Farbauflösung Auflösung verlangen
      • 04p SCREEN.SYS: Gültig für alle Programme, die hochauflösende Monochromdarstellung verlangen
      • 21: Sektion für Drucker; hier fehlt eine Treiberangabe (richtig wäre z.B. 21 FX80.SYS).

    Dies lädt zunächst nur die Schriftart Chicago in drei Auflösungen für auflösungsunabhängige und HiRes Anwendungen. Weitere Fonts lassen sich dann nach diesem Muster hinzuladen.

    Leider fehlt mir noch ein passender Druckertreiber für meinen NEC P6 und die dazugehörenden Fonts, darum ist die Sektion „21“ leer. Hier zeigt sich der Nachteil des Systems: Jeder Drucker braucht eigene Fonts (und natürlich einen Treiber). Genau genommen braucht jedes Device einen eigenen Treiber. Allerdings ist der für den Bildschirm bereits Bestandteil von GDOS, der Treibername SCREEN.SYS ist ein „Dummy“ und nur der Syntax halber erforderlich.

  4. Danach den Atari neu starten
  5. AMCGDOS sollte sich beim Booten entsprechend melden. Bei Fehlern / Abstürzen kann das System mit gedrückter CTRL Taste neu gestartet werden. AMCGDOS meldet dann, das es sich nicht lädt.

Nach diesen Mühen zeigt sich die neue Schriftart dann auch in AtariWorks.

Sinclair QL Microdrives benutzen

Der Sinclair QL verwendet QDOS als Betriebssystem und BASIC Interpreter. Die folgende Liste fasst die wichtigsten Befehle zum Umgang mit den eingebauten Microdrive-Kassetten zusammen.

Bezeichungen

QDOS verwendet folgende Gerätenamen:

  • mdv1_ = 1. Microdrive
  • mdv2_ = 2. Microdrive

Pfadnamen bestehen aus Gerätenamen und Dateinamen:

  • mdv1_datei = Daei mit Namen „datei“ auf 1. Microdrive

Befehlsübersicht

Befehl Bedeutung
load mdv1_datei Laden von Datei
save mdv1_datei Speichern des BASIC Programms aus dem Speicher als Datei

delete mdv1_datei Löschen der Datei

lrun mdv1_datei Laden und Ausführen der Datei

dir mdv1_ Ausgabe Inhalt der Kassette

copy mdv1_datei to mdv2_datei Kopieren der Datei vom 1. zum 2. Microdrive

exec mdv1_datei Ausführen der Datei als Batch, muss Kommandos enthalten

exec_w mdv1_datei wie exec, aber auf Tasteneingabe nach Ausführen warten

format mdv1_bandname Formattiert das Band und vergibt den Namen „bandname“

lbytes mdv1_datei, 12345 Lädt die Datei ab Speicheradresse 12345 ins RAM

merge mdv1_datei lädt die Datei mit dem BASIC Programm, ohne das RAM vorher zu löschen

mrun mdv1_datei wie merge, aber Programm danach ausführen

sbytes mdv1_datei, 12345, 900 Speichert 900 Bytes aus RAM ab Adresse 12345

Acorn RiscPC Tastenkombinationen

Die nachfolgende Liste nennt einige besondere Tastenkombinationen im Zusammenhang mit dem Acorn RiscPC. Sie ist hauptsächlich eine Gedächtnisstütze für mich, weil ich diese Kombinationen selbst immer gern wieder vergesse… .

Beim Boot
(Taste beim Booten halten)
SHIFT Boot ohne die Boot-Sequenz (aus !Boot)
DELETE CMOS RAM löschen/zurücksetzen
* (auf dem 10er Block) Boot zur Kommandozeile
Zur Laufzeit
SHIFT-Linke Maustaste Bei Programm(verzeichnissen): Öffnen des Verzeichnisses statt Ausführen des Programms
ALT-BREAK Ein Programm abbrechen
F12 Kommandozeile am unteren Bildschirmrand (Maus inaktiv), ENTER ohne weitere Eingabe schliesst die Zeile wieder

Getestet auf einem RiscPC 600 mit RiscOS 4.02 – Alle Angaben natürlich ohne Gewähr!
Die Liste wird noch erweitert- für Tipps und Korrekturen bin ich dankbar, bitte einfach einen Kommentar hinzufügen!

Acorn RiscPC und Parallel Port Iomega ZIP Drive

Der ZIP Drive von Iomega erfreute sich Mitte der 90er Jahre grosser Beliebtheit. Besonders das Modell zum Anschluss an den Parallelport hat sich damals -weil andere schnelle Schnittstellen im PC wenig verbreitet waren- weit verbreitet. Iomega lieferte neben den Windows- und DOS Treibern damals allerdings nur MacOS Treiber aus. Die Entwicklung von Linuxtreibern oder auch Treibern für den Acorn RiscPC wurde Dritten überlassen.

Wer einen RiscPC und einen Parallel Port ZIP Drive besitzt, kann diese beiden Geräte ganz leicht verbinden:

  1. Beide Geräte ausschalten und den ZIP Drive (Anschluss „ZIP“) mittels Parallelkabel mit der parallelen Schnittstelle des RiscPC verbinden. Wichtig hierbei: Der ZIP Drive braucht ein vollverdrahtetes Parallelkabel. Bei manchen Druckerkabeln sind einige Pins nicht durchgeschleift, das kann Probleme geben. Am besten wäre das Originalkabel aus dem ZIP Drive Lieferumfang. Dieses ist auch hinsichtlich der Länge von ca. 50 cm optimal.
  2. Einen vorhandenen Drucker an den zweiten Parallelanschluss des ZIP Drives anschliessen.
  3. Als Treiber-Software für RiscOS kann die Argo ZIP Drive Software dienen, diese lässt sich hier herunterladen:

    Treiber: http://chrisacorns.computinghistory.org.uk/Software/Argo_ZipFS.arc
    Manual: http://chrisacorns.computinghistory.org.uk/docs/Argo/Argo_Zip_Driver.pdf

    Zum Auspacken wird SparkPlug benötigt, ein selbstenpackendes Archiv liegt hier:

    http://acorn.riscos.com/riscos/releases/dearchive.bas
    (Nach dem Download den Dateityp auf BASIC setzen und das Programm starten)

  4. Das Archiv enthält zwei Programme, nämlich !Zip (den Treiber selbst) und !Zippy (Perfomance-Messung). Man startet nun einfach !Zip und sollte ein Laufwerkssymbol für das ZIP Laufwerk in der Programmleiste sehen. Dies zeigt an, ob das Laufwerk eingeschaltet ist und ob eine Diskette eingelegt ist
  5. Disketten lassen sich entweder als PC (MSDOS FAT) oder als ACORN (ZipFS) Disketten formattieren. Auf letzteren stehen alle Dateiattribute zur Verfügung, das Format eignet sich also z.B. für Backups

Ethernet und TCP/IP im Acorn RiscPC konfigurieren

Für den Risc PC sind gebrauchte Netzwerkkarten zu einem halbwegs vernünftigen Preis erhältlich. Die Konfiguration sollte auf einem normal installierten RiscPC keine Probleme machen- leider scheint bei meinem Exemplar die Installation der Disk-Applikationen (das meiste Betriebssystem ist ja im ROM) etwas fehlerhaft zu sein. Hier ist das Ergebnis meiner Versuche:

Hardware

  1. Die Netzkarte habe ich von Acorn Public Domain Library (A.P.D.L.) in Grossbrittannien direkt bestellt. Die Karten sind gebraucht, dafür aber je nach Hersteller für 25,- bis 30,- € zu haben. [Update 18.11.2015] Leider ist seit dem Tod des ursprünglichen Betriebers, David Holden, der Verkauf von Hardware eingestellt wordem.
  2. Der Einbau ist vorwiegend ein mechanisches Problem: Das Abdeckblech im Gehäuse sitzt an zwei ausgestanzten Laschen, die mit sanfter Gewalt zusammengebogen werden wollen. Die Karte ist dann ganz einfach einzubauen und sitzt sicher am Slot fest (RiscPC Network Slot).
  3. Die Karte bringt ihre Module als Firmware mit, ist also „plug&play“. Aus einem Task Window heraus kann mit*RomModules der Status der ROM Module abgefragt werden, bei mir erscheint dann ua.


    2 Podule 8 EtherB 4.23 Active

    Die Ethernetkarte arbeitet also. Ein Selbsttest lässt sich dann mit ebtest ausführen, ein ebinfo liefert eine Kartenstatistik.

TCP/IP installieren (ohne UniBoot)

Bis RiscOS 3.6 muss der TCP/IP Stack manuell installiert werden- mein RiscPC 600 hat RiscOS 3.5, also ist eine Installation erforderlich. Ohne UniBoot muss das bestehende !Boot System gepatcht und TCP/IP manuell konfiguriert werden.

  1. Benötigt werden die Dateien
  2. Nach dem Entpacken von system.arc wird die Datei !SysMerge ausgeführt: In das Feld „Old System“ muss das Verzeichnis !Boot.Ressouces.!System gezogen werden (!Boot mit Shift-Rechter-Doppelklick öffnen), nach „New System“ das eben entpackte !System-Verzeichnis.
  3. !Internet wandert nach dem Entpacken nach !Boot.Choices.Boot.Tasks, damit es nach dem Boot automatisch ausgeführt wird.
  4. Anschliessend wird die Datei mit Shift-Linksklick geöffnet und die Datei !Configure in den Editor gezogen. Dort findet die Konfiguration in Form von Variablendefinitionen statt. Alle Einträge, die mit einem vertikalen Strich (|) beginnen, sind Kommentare- bei Einträgen, die man ändert, muss dieses Symbol also gelöscht werden. Meine Konfiguration vergibt den Hostnamen „brandy“, die IP-Adresse 192.168.0.98 mit der Netzmaske 255.255.255.0 für meine Netzkarte (EtherB) :


    Set Inet$Hostname brandy
    Set Inet$EtherIPAddr 192.168.0.98
    Set Inet$EtherIPMask 255.255.255.0
    Set Inet$EtherDevice "EtherB"

  5. Für das Default-Gateway habe ich nur diese Möglichkeit gefunden:
    • In !Boot.Choices.Boot.Tasks eine Textdatei ifcfg.eb0 anlegen und den Typ „Obey“ vergeben
    • Inhalt der Datei ist die Netzkonfiguration:


      route -e default 1.2.3.1

TCP/IP installieren (mit UniBoot)

Uniboot ist eine von Acorn für RiscOS 3.5 nachträglich eingeführte Boot- und Konfigurationsstruktur. Um ein normales RiscOS 3.5 mit Uniboot auszustatten, benötigt man folgende Dateien:

Die Umstellung auf UniBoot geht dann folgendermassen:

  1. Beide Dateien auf den RiscPC übertragen
  2. ZipEE will den Dateityp &FF8 erhalten, danach entpackt sich das Archiv mit einem Doppelklick in das Hauptverzeichnis und kann von dort gestartet werden.
  3. !Boot nach !Boot_old umbenennen
  4. uniboot.zip auf das ZipEE Icon ziehen und das darin enthaltene !Boot in das Hauptverzeichnis der Bootplatte legen.
  5. Nach Abschluss des Entpackens den Rechner neu starten
  6. Wenn man Updates nach !Boot installiert hatte. müssen diese neu eingespielt werden. Dies kann z.B. für TBox von http://www.iyonix.com/32bit/download/TBox.zip nötig sein.

Mit UniBoot ist auch !Internet und das erforderliche Systemupdate vorhanden. Man kann nun alle Interneteinstellungen aus dem Konfigurationsmenü heraus vornehmen. Dies ist hier ausführlich beschrieben:
http://www.arcsite.de/magazin/praxis/lan/index.html

Atari ST und Linux mit Nullmodem verbinden

Zum Datenaustausch zwischen Linux und einem Atari ST bietet sich in Ermangelung von verfügbaren Netzwerkkarten für den Atari eine Verbindung per Nullmodemkabel an. Folgende Schritte sind n&oouml;tig:

  1. Die serielle Schnittstelle des Atari (25-polig, Male) mit der seriellen Schnittstelle des PC (meist 9-polig, Male) mit Nullmodemkabel verbinden.
  2. Auf der Linux-Seite (hier: CentOS 5.4) einen getty-Prozess starten. Hierzu am Ende der Datei /etc/inittab ergänzen (root-Rechte erforderlich):

    ag:2345:respawn:/sbin/agetty -h ttyS0 19200 vt52
     

    und mittels Befehl init q den Initprozess um Neueinlesen und Starten des getty-Prozesses bitten (mit ps -ax kontrollieren).

  3. Das Programm Teddy Term von http://www.chebucto.ns.ca/software/atariST/comm/tterm214.zip herunterladen und per Diskette auf den Atari übertragen, entpacken und starten.
  4. Mit der linken Maustaste öffnet sich ein Menü, dort kann unter Modem Configuration die Bitrate auf 19200 Bits/s eingestellt werden.
  5. Nach Drücken der Eingabetaste sollte sich der Login-Prompt des Linuxrechners zeigen.
  6. Auf der Linuxseite muss das Paket lrzsz (ist Bestandteil der meisten Distributionen) installiert sein. Dann kann mit sz dateiname nach der Anmeldung am PC über Teddy Term ein ZModem-Upload vom PC auf den Atari angestossen werden. Das Terminalprogramm erkennt die Übertragung selbstständig und speichert die Datei ab.

 

Zwar sind die Übertragungsgeschwindigkeiten nicht berauschend, dafür ist man nicht mehr auf funktionierende 2DD Disketten angewiesen.

AmiTCP und 3COM 3c589 PCMCIA Karte (Update)

Für den AMIGA A1200 (und auch für den A600) werden über eBay oft noch PCMCIA Netzwerkkarten angeboten. Die Bundles enthalten meist schon die passenden Treiber auf Diskette- so spart man sich den Umweg über eine CF-Karte oder eine Diskette. Um die Karte nach Boot von der Festplatte des AMIGA auch zum Laufen zu bekommen, lohnt sich folgendes Vorgehen:

  1. AmiTCP 3.0b2 herunterladen- diese Version ist nicht in der Laufzeit eingeschränkt (wie z.B. die Miami/MiamiDX Shareware-Versionen) und kommt auch auf einem AMIGA mit 2 MB RAM gut klar.
  2. AmiTCP gemäss der Anleitung von Patrik Axelsson und David Eriksson installieren.
  3. Folgende Abweichungen von der Anleitung sind zu empfehlen:
    • In Schritt 41 die Zeile in S:user-startup:

      amiTCP:bin/startnet

      ebenfalls löschen; dann muss man das Netz zwar per Hand aus einer CLI mit eben diesem Befehl starten, verliert aber bei Nichtbenutzung des Netzes keinen Speicher.
    • In Schritt 45 muss in amiTCP:bin/startnet die Konfiguration der Netzwerkkarte so lauten:

      amiTCP:bin/ifconfig eth0 192.168.0.1 netmask 255.255.155.0

      Dem UNIX-Spezi kommt das bekannt vor… .
    • In Schritt 49 wird dann schliesslich in amiTCP:db/interfaces

      eth dev=DEVS:networks/3c589.device

      Alle anderen Zeilen kann man getrost mit dem # auskommentieren. Diese Zeile definiert für den Treiber 3c589.device den Alias eth, dieser wird in Schritt 45 benutzt (die angehängte 0 deutet auf die 1. Karte hin- mehr als eine Karte sollte man in den PCMCIA Slot auch nicht einführen…).

      Eigentlich würde man hier als Alias gemäss der Anleitung eher „3c589“ versuchen. Das funktioniert aber im Experiment nicht: Beim Start des Netzwerkes wird ein fehlender Device gemeldet. Mögliche Erklärung: AmiTCP erwartet als letztes Zeichen einen Buchstaben statt einer Zahl.

  4. Als FTP Client für speicherschwache Maschinen ist GUI-FTP zu empfehlen.
  5. NFS ist ebenfalls möglich:
    • Die Zuordnung von NFS Shares zu AMIGA Devices passiert in der Datei amitcp:db/ch_nfsmount. Für jede Zuordnung ist eine Zeile erforderlich, die Kommentare in der Datei erklären die Verwendung. Ein Beispiel:

      myserver.local:/myshare myserver: USER bob UMASK 0755

      Diese Zeile ordnet den Share /myshare des Servers myserver.local dem Device myserver: zu. AmiTCP meldet sich dort als Benutzer bob und verwendet die angegebene UMask.

    • Der Mount geht dann mit amitcp:bin/ch_nfsmount und dem Namen des zugeordneten Devices, also für das Beispiel oben mit

      stack 50000
      amitcp:bin/ch_nfsmount myserver:

      Die Angabe der Stack Size ist wahrscheinlich erforderlich, da AmiTCP und NFS hier höheren Bedarf als im Normalbetrieb haben.