Sillicon Graphics Indy

Silicon Graphics Indy Frontseite
Silicon Graphics Indy Rückseite

Technische Daten
Erscheinungsjahr 1991
Hersteller Sillicon Graphics
Prozesor
Taktfrequenz
MIPS R4600SC Rev.2 133 MHz mit L2 Cache
Arbeitsspeicher derzeit 39 MB RAM als 72 Pol SIMM Module (einreihig)
Grafikchip
Auflösung
8-Bit Grafikkarte NG1
max. 1280×1024 Pixel bei 72 Hz Bildfrequenz
Soundchip A2 Audio
Massenspeicher Interne SCSI Festplatte, 1 GB
Externes CDROM Laufwerk
Schnittstellen PS/2 Maus und Tastatur
Externer SCSI-2 Anschluss
Audio In/Out
Netzwerk Ethernet 10/100 MBit/s, TCP/IP
Weitere Besonderheiten Vino Video Karte zum Anschlusss analoger Video-Quellen (SVideo, Composite)
Adapter 13W3 auf VGA (SGI-spezifische Pin-Belegung)
Cyclone Karte (Postscript-RIP) zum Anschluss von Farbdruckern/Kopierern des Herstellers Colorbus Corp.
Betriebssystem IRIX 5.3 (SGI UNIX Derivat) mit X11-basiertem Desktop
Neupreis 18.000 DM

Die Indy ist eine UNIX-Workstation der Einsteigerklasse und wurde am 12.07.1993 vom Hersteller Silicon Graphics (jetzt SGI) vorgestellt, der Verkauf endete am 30.06.1997. Das Gerät wurde als 2D und 3D Grafik-Workstation positioniert und konkurrierte mit den damals in diesem Bereich marktdominierenden Apple Macintosh Systemen. In Deutschland begannen die Preise für die Indy bei 18.000 DM.
Als Betriebssystem wird Silicon Graphics IRIX verwendet, das bis zu den aktuellen Versionen installierbar ist. Der X11 R5-basierte Desktop „Indigo Magic“ versucht eine einfache Benutzerschnittstelle zu realisieren. Es gibt immerhin schon ein Startmenü, verschiedene Managementprogramme und einige Tools. Startet ein normaler Anwender Programme, die Administratorrechte erfordern, so fragt das System nach dem „root“ Passwort.
Die Indy ist mit verschiedenen Prozessoren erhältlich. Der Prozessor ist auf einem separaten Prozessorboard verbaut. Dieses Board lässt sich austauschen, es sind verschiedene CPU Boards mit unterschiedlicher Performance verfügbar (ua. MIPS R5000 180 MHz). Der in meiner Indy verwendete RISC Prozessor MIPS R4600SC ist eine 64-Bit CPU und läuft bei 133 MMHz.
Die Indy verfügt über analoge Video- und Audioeingänge, was für eine UNIX Workstation der frühen 90er Jahre selten ist. Im Lieferumfang der Indy war immer eine Analog-Kamera (IndyCam) enthalten, die Bilder in VGA Auflösung lieferte. Sie konnte mittels der dazugehörgen Software für Videokonferenzen genutzt werden. Für die Kamera übernimmt eine entsprechende Videokarte in der Indy den Anschluss, die Digitalisierung der Bilder läuft über die CPU.
Die Indy verfügt über zahlreiche Optionen und Aufrüstmöglichkeiten. So sind 3D beschleunigte Grafikkarten und auch JPEG Kompressionskarten für Videodigitalisierung erhältlich. Es lässt sich auch eine Shutterbrille (Silicon Graphics) zur Betrachtung von 3D Grafiken anschliessen.

Pfad zum Datenaustausch

Ein Datenaustausch verläuft über TCP/IP und NFS oder FTP. Als Option für die Indy war ein optisches Laufwerk (Floptical) verfügbar, aber kein reguläres Diskettenlaufwerk. Extern ist ein SCSI CDROM Laufwerk anschliessbar. Die Grafik- und Audioformate der mitgelieferten Software sind aus heutiger Sicht eher ungewöhnlich. Die Konvertierungsmöglichkeiten werden bald hier beschrieben werden (Stand 09/2011).
Meine geplante Hauptanwendung ist die Digitalisierung analoger Videos (VHS).

Netzwerkfähigkeit

Wie es sich für eine UNIX Workstation gehört, verfügt die Indy über einen Ethernetanschluss (10BaseT, RJ45 Buchse). IRIX bringt TCP/IP (IPv4) mit sich.

Erfahrungen

Hier stehen meine Erfahrungen mit der SGI Indy und anderen Unix Systemen:

 

Wichtige Software und verwendete Dateiformate

 

Die Tabelle zur Konvertierung von Dateiformaten nennt Wege, wie Dateien aus den folgenden Programmen in andere Formate konvertiert werden können.


 

Die SGI Indy in Aktion

(Coming soon on YouTube)